25 Oktober 2016 - 07:26
Angreifer stürmen Polizeischule - Dutzende Tote und Verletzte

Im Südwesten Pakistans haben drei Bewaffnete in einer Polizeiakademie um sich geschossen, mindestens 60 Menschen starben. Laut Berichten hat sich der "Islamische Staat" zu dem Angriff bekannt.

Bei einer Attacke auf eine Polizeischule im Südwesten Pakistans sind mindestens 60 Menschen getötet worden. Das sagte ein Polizeibeamter der Provinzhauptstadt Quetta, Haseeb Ahmed. Mehr als 120 Menschen wurden demnach verletzt. Die drei Angreifer seien tot: Zwei von ihnen zündeten nach Militärangaben ihre Sprengstoffwesten, der dritte sei erschossen worden.

Die Bewaffneten hatten das Gelände in der Nacht zu Dienstag gestürmt und um sich geschossen. Sie nahmen zahlreiche Kadetten der Polizeiakademie als Geiseln und verschanzten sich mit ihnen in dem Hauptgebäude. Sicherheitskräfte umstellten das Gelände und starteten schließlich eine Aktion zur Befreiung der Geiseln.

Der Angriff sei rund drei Stunden nach Eintreffen der Armee beendet worden, sagte der Leiter des Einsatzes, Generalmajor Sher Afgan. Er machte die sunnitische Extremistengruppe Lashkar-e Jhangvi für die Tat verantwortlich. Während des Angriffs hätten die Täter in Kontakt mit "Aktivisten in Afghanistan" gestanden.